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Entwicklung der Malware im Jahre 2006

Heute fassen wir unter dem Sammelbegriff Malware = bösartige Programme alles das zusammen, was sich ohne Genehmigung des Benutzers auf dem PC tummelt.
Malware sucht auf dem PC nach allem, was sich im Untergrund zu Geld machen läßt. Das können Kreditkartendaten, Zugangsdaten (z.B. ebay), Seriennummern von Software, PINs, TANs oder Email-Adressen sein. Der Benutzer ahnt häufig gar nicht, welche Daten er irgendwann einmal in sein System eingegeben hat und längst als gelöscht wähnt.
Früher genossen es die Programmierer solcher Software im Rampenlicht zu stehen und durch eine möglichst weite Verbreitung zu zweifelhaftem Ruhm zu kommen. Dies hat sich gewandelt. Ziel ist es nunmehr, spionageähnlich möglichst lange unerkannt zu bleiben.
Während es zu Modem-Zeiten unüberhörbar war, wenn der PC sich mit dem Internet verband, war das mit ISDN schon etwas schwieriger. Seit dem Einzug von DSL, Always-On, Web2.0 und WLAN bemerkt (fast) niemand mehr, ob da auch unerwünschte Daten über die Leitung laufen. Die technische Entwicklung und schnellere PCs begünstigen also die Malware.
Adware ist rückläufig, da der Benutzer zu schnell auf die Schadsoftware aufmerksam wird.
Besonders stark in der Verbreitung haben sogenannte Rootkits zugenommen. Rootkits machen sich auf dem PC unsichtbar und verstecken auch ihre Dateien. Das Rootkit kann Träger für ein oder mehrere Schadprogramme sein. Rootkits sind sehr gefährlich und auch für Fachleute schwer zu entdecken oder zu entfernen. U.U. ist es einfacher, das System neu zu installieren.


Spam-Entwicklung im Jahre 2006

Entgegen aller Vorhersagen haben die Spammails um ein Vielfaches zugenommen und dürften mittlerweile mehr als 95% des gesamten Email-Verkehrs ausmachen. Wie kam es dazu ?
Nachdem Mitte 2005 ein russischer Spammer in seiner Wohnung erschlagen wurde, waren Spam-mails leicht rückläufig und stabilisierten sich dann. Seit Mitte 2006 ist ein Anstieg über alle bisherigen Rekordwerte hinaus zu beobachten.
Als Reaktion auf die besser werdenden Spamfilter werden seit 2005 zunehmend Bilder statt Text verschickt: Der Werbetext wird für jede einzelne mail in eine jpg- oder gif-Grafik umgewandelt. Dazu werden einige Zufallspixel gegeben, die beim Betrachten an eine Verschmutzung erinnern. Dadurch, daß keine 2 Grafiken gleich sind, wird die Spamerkennung extrem erschwert.
Die hohe Rechenleistung, die für die vielen zu erzeugenden Grafiken benötigt wird, wird über Botnets bereitgestellt. Durch die Grafiken vergrößern sich auch die emails gegenüber reinem Text um mehr als das 10-fache. Entsprechend steigt die Belastung des Internets.

Ausblick

Die Zeiten des ungetrübten Surfvergnügens sind endgültig vorbei. Der Benutzer muß erwachsen werden und nicht auf jedes angebotene "Ok" klicken.
Ihr Internetprovider sollte einen leistungsfähigen Virenscanner im Einsatz haben und die wenigen virenverseuchten Emails, die doch durchkommen, sind ohne weiteres als solche erkennbar.
Gegen Spam wirkt Vorbeugung viel besser als alle Spamfilter.

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